
Nun
haben wir auch unseren BlowerDoor-Test abgeschlossen und bestanden.
Normalerweise wird dieser Test zwar noch vor der Übergabe des Hauses
abgeschlossen, aber bei uns hat es etwas länger gedauert. Jedoch ist der
BlowerDoor-Test auch nicht überlebensnotwendig, sondern mehr eine Überprüfung
zur Dichtheit des Hauses. Da unsere Wände durch das Nibe Heizungssystem quasi
durchlöchert sind, mussten wir diese zuerst verschließen. Dazu werden alle
Öffnungen mit speziellen Ballons verstopft, wie man auf den Bildern sehen kann.
Diese werden in den Frischluftventilen aufgepumpt um sie komplett hermetisch
abzudichten. Als nächsten Schritt, wird die komplette Fläche des Hauses auf
gemessen, welche bei unserem Haus letztendlich 206 m² entspricht. Natürlich
könnte man jetzt sagen, man habe ja Pläne des Hauses. Jedoch muss der
Raumnettowert ermittelt werden, um den Messwert nicht zu verfälschen. Am
schnellsten kann man diesen mit einem Lasermessgerät ermitteln. Anschließend
wird in der Haustür das Gerät aufgebaut, wie auf den Bildern zu sehen ist. Beim
BlowerDoor-Test wird ein Unterdruck im Haus erzeugt. Man misst dabei den
Druckabfall mittels zweier Sensoren. Ein Sensor befindet sich im Haus und einer
außerhalb. Je länger das Haus den künstlich erzeugten Unterdruck halten kann,
desto dichter ist es. Bei diesem Test kann man z.B. feststellen, ob es durch
Steckdosen, Dachbodenluke oder auch Fenster in das Haus zieht. Da es dabei zu
einem immensen Energieverlust kommen würde, welchen man nicht sofort aufspüren
könnte, ist ein BlowerDoor-Test unerlässlich. Nach gut zwei Stunden haben wir
diesen abgeschlossen und konnten uns über ein Ergebnis von 1,3 1/h freuen. Der
zulässige Wert liegt hier bei 1,5 1/h. Wie man auch an der Grafik sehen kann,
ist der Druckausgleich linear, was für eine vorbildliche Isolierung spricht. 
